Geschrieben von: Jan Altrup
Es ist Mittwoch, gegen 19.00 Uhr. Die Abendsonne brennt immer noch auf der Haut der hochkonzentrierten Mannschaft. Der 8er läuft unentwegt der Ohlsdorfer Schleuse entgegen. Im Schutz des Kanals regt sich kein Lüftchen. Der Schlagmann Arne Falkenhorst ermahnt noch einmal zur uneingeschränkten Präzision: „Hinten Ausschieben und die Punkte treffen“. Das Ziel der heutigen Einheit ist klar: Das Team will es sich beweisen: die Ergebnisse der letzten Regatten spiegeln bei Weitem nicht die Fähigkeiten des Allemannia 8ers wider!
Vorgeschichte: Die Saison startete alles andere als gut. Noch mit dem Ziel in die Erste Bundesliga aufzusteigen, fuhr die Mannschaft gut vorbereitet nach Frankfurt. Doch die Regatta sollte zum Desaster werden. Nachdem man sich im Time Trial als Zweitschnellster eine hervorragende Ausgangsposition gesichert hatte, gab das Boot in den folgenden Rennen das Ruder wortwörtlich aus der Hand. Der doppelte Riemenverlust des Co-Schlagmanns aufgrund eines Dollenschadens besiegelte das Schicksal. Die Regatta war gelaufen und man musste sich mit dem 8. Platz zufrieden geben.
Auch die zweite Regatta in Castrop Rauxel sollte nicht die der Allemannia werden. Ein strenges Reglement und ein dilettantischer Fehler des Mittelschiffs bescherten ihr den 17. Platz. Nach der Regatta war die Enttäuschung groß. Mit einem 14. Tabellenplatz hatte niemand im Vorfeld gerechnet. Die Mannschaft war niedergeschlagen und die Trainingsmoral ließ zu wünschen übrig. Der nächste dritte Spieltag stand vor der Tür. Gänzlich unvorbereitet startete der 8er in Krefeld. Das Trainingsdefizit rächte sich und so konnten entscheidende Rennen, wie das Halbfinale gegen Dortmund und das Finale gegen Dresden, nicht souverän gefahren werden. Beide Rennen gingen äußerst knapp verloren. Nur Zielfotos konnten über Sieg und Niederlage entscheiden. Schlussendlich belegte der Allemannia 8er in der Hitzeschlacht von Krefeld einen mittelmäßigen 8. Platz.
Zurück zum Training: Der Riemen gleitet durch das Wasser. Der Punkt wird fett getroffen. Die Präzision ist da. Die Mannschafft ist heiß. Das Boot läuft. Diesmal wird es gelingen. Es ist die Heimregatta im Herzen Hamburgs und in unmittelbarer Entfernung zu der Trainingsstrecke. Das Trainingsdefizit ist aufgeholt. Es geht um nichts anderes als ein schönes Rennwochenende abzuliefern. Die Mannschaft ist sich der Sache bewusst: Der Aufstieg ist weit entfernt, aber es ist Zeit den Beweis anzutreten, dass die Allemannia nicht nur ein Statist der 2. Ruderbundesliga ist.
Die Ruder-Bundesliga am nächsten Samstag (24.7.) in Hamburg
Start auf der Binnenalster (Seite neuer Jungfernstieg)
10:58 Time-trial
Ab 14:00 : Achtel-und Viertelfinals
Ab 17:30 Halbfinals und Finals
Ab 20:15 Finals der ersten 4 Platzierungen
Ab 21:30 Siegerehrung