Ruderkommandos

Ruderkommandos dienen zur klaren Verständigung einer Mannschaft. Neben den "offiziellen" Steuerbefehlen des Deutschen Ruderverbands haben sich in vielen Clubs und Gruppen im Laufe der Zeit eigene Kommandos entwickelt. Im Folgenden wird eine Übersicht der Ruderbefehle gegeben, wie sie beim RC Allemannia gebräuchlich sind.

 

Allgemein

Die Kommandos bestehen aus einem Ankündigungs- und einem Ausführungsteil und werden vom Steuermann gegeben, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Ruderbefehle können auch vorangekündigt werden. Dies geschieht durch einen Hinweis auf die Anzahl der vorher noch durchzuführenden Schläge (z.B. "3 Schläge bis Ruder halt!" oder "50 kräftige Schläge! - Bereit zum Anschieben - 3 Schläge vorweg!"


Mannschaft ans Boot - geht hoch
Die Mannschaft verteilt sich gleichmäßig und hebt das Boot sicher und vorsichtig aus dem Bootshaus. Skulls bzw. Riemen und das Steuer werden danach zum Steg gebracht.

Boot dreht – offen Alster/Land
Das Boot wird gedreht. "Alster" bzw. "Land" gibt an, in welche Richtung das Boot zu drehen ist. Beim Drehen ist darauf zu achten, dass die Ausleger und Dollen den Boden nicht berühren.

Fertig zum Einsteigen – stößt ab
Alle Ruderer/innen haben ein Bein auf dem Einsteigebrett und das andere zum Abstoßen bereit auf dem Bootssteg.

Klarmeldung
Die Ruder/innen geiben eine Klarmeldung ("1 fertig", "2 fertig"), sobald sie - meist nach dem Einstellen des Stemmbretts - zum Rudern bereit sind. Die Klarmeldung beginnt im Bug und läuft der Reihe nach ab.

Auslage – fertig – ab
Die Mannschaft geht in die Auslage und legt die Blätter flach aufs Wasser. Anschließend werden die Blätter senkrecht gedreht und der Durchzug beginnt.
Alternativ kann die Fahrt aus der Startauslage begonnen werden. Die Blätter sind in diesem Fall bereits zu Beginn senkrecht im Wasser.

 

Ruder – halt
Die Ruderbewegungen werden nach Beendigung des Durchzugs gestoppt. Nach dem Schlag werden die abgedrehten Blätter über Wasser so weit bugwärts geführt, bis die Ruder senkrecht zum Boot stehen. Die Blätter bleiben in der Luft. 

Blätter – ab
Die Blätter werden flach auf das Wasser gelegt.

(Backbord/Steuerbord) Streichen
Die Blätter werden waagerecht in die Wasseroberfläche hineingedrückt um die Fahrt zu bremsen. Dies kann beidseitig, oder um die Richtung des Bootes zu beeinflussen auch nur einseitig geschehen.

Stoppen – stoppt
Die Blätter werden senkrecht in die Wasserfläche hineingedrückt und - soweit der Druck es zuläßt - aufgedreht.

Alles gegen – fertig – ab
Die Blätter liegen flach auf dem Wasser. Zum "Rückwärtsrudern" werden nun aus der Rücklage die Ruder bewegt, die Blattstellung ist dabei entgegengesetzt wie beim (Vorwärts)Rudern. Die Rollbahn wird voll ausgenutzt und die Blätter während beim Zurückrollen in die Rückenlage abgedreht.

Wende über Backbord/Steuerbord – los
Wie beim Rückwärtsrudern liegen die Blätter flach auf dem Wasser und die Ruder/sind gehen in die Rückenlage. Zunächst wird auf der im Kommando genannten Seite rückwärts gerudert. Das andere Blatt wird dabei flach auf dem Wasser mitgeführt. In der Auslage werden die Blätter gedreht. Die im Kommando genannte Seite wird nun nur flach mitgeführt, das andere Seite rudert vorwärts.

Backbord/Steuerbord – lang
Dieses Kommando wird benutzt, um die Ruder bei Hindernissen zu schützen und an Engpässen vorbei manövrieren zu können. Am Ende des Durchzugs werden die Ruder auf der angekündigten Seite (ggf. auch auf beiden Seiten ("Ruder - lang") parallel zum Boot genommen und dabei festgehalten.

Fertigmachen zum Aussteigen – steigt – aus
Die wasserseitige Dolle wird geöffnet. Im Skullboot ergreift die wasserseitige Hand beide Skullgriffe. Der wasserseitige Fuß wird auf das Trittbrett gestellt. Die Ruder/innen stehen auf und treten mit dem stegseitigen Fuß zuerst auf den Steg. Dabei wird das wasserseitige Ruder mit herausgenommen. Der Steuermann ist vorher ausgestiegen. 

Backbord/Steuerbord überzieht
Auf Backbord/Steuerbord wird besonders kräftig gezogen, auf der Gegenseite mit wenig (ggf. ohne Kraft). 

Halbe/Ohne Kraft
Es wird mit wenig (nahezu ohne) Kraft durchgezogen.

Frei weg
Nach Überziehen, Hochscheren, halbe/ohne Kraft", u.ä. wird wieder normal weiter gerudert.

Wahrschau
Wird als Warnruf gegenüber anderen Booten genutzt. Bedeutet: "Mach deine Augen auf und schau genau hin was hier vor sich geht!"

 

Aktuelles Wetter

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Quelle: alsterwetter.de